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Wir brauchen ein globales Tempolimit für Schiffe!

Delegierte aus zahlreichen Ländern der Welt treffen sich vom 15. bis 26. Oktober für zwei Wochen in London bei der International Maritime Organisation (IMO), um über Umweltvorschriften für die Schifffahrt zu diskutieren. Ein wichtiger Vorschlag beinhaltet eine globale Geschwindigkeitsbegrenzung für Schiffe.

Wir brauchen Ihre Hilfe: Bitte teilen Sie bis zum 26. Oktober das Video zu oder schreiben Sie einen Tweet!

1. Teilen Sie dieses Video auf Facebook:

The MEPC 73 summit is just around the corner…

At an international summit in London starting October 22nd, countries will consider whether to set a cap on ship speeds globally. In 130 seconds, here’s why slowing ships down would be good for the climate, humans, and wildlife. What stance is YOUR country taking at the talks?

Posted by Cleaner Ships for a Safer World on Wednesday, 10 October 2018

(auch auf Twitter verfügbar @mepc73)

2. Twittern Sie an das Bundesministerium für Verkehr (BMVI):

https://twitter.com/BMVI

Wale JETZT schützen @BMVI – das bei @IMOHQ in London diskutierte globale Tempolimit für Schiffe würde Unterwasserlärm, Schiffs-Wal-Kollisionen, CO2-Emissionen und Luftverschmutzung reduzieren und zur Erholung der Meere beitragen! #MEPC73

Worum geht es?

90% des globalen Handels wird über Schiffe abgewickelt. Die Schifffahrt hat unser Leben verändert.  Fast alles – von dem Gerät, auf dem Sie dies lesen, bis hin zu einem Großteil der Lebensmittel, die wir essen – wurde mit riesigen Containerschiffen über den Ozean geschleppt. Mit dem Wachstum der Weltwirtschaft steigt auch die kommerzielle Schifffahrt stetig. Innerhalb der letzten 30 Jahre hat sie sich vervierfacht, um unseren steigenden Bedürfnissen gerecht zu werden.

Die Schifffahrt hat auch das Leben von Walen, Delfinen und unserer Umwelt verändert. Mit der Schifffahrtsindustrie wachsen die schädlichen Emissionen von Schadstoffen aus dem Schweröl, das die Schiffe antreibt. Wäre die Schifffahrtsindustrie ein Land, würde sie als sechstgrößter CO2-Emittent der Welt gelten. Der durch Schifffahrt verursachte Lärm schränkt auch die Kommunikationsfähigkeit von Walen und Delfinen ein. Darüber hinaus gefährden Kollisionen von Schiffen mit Walen die Erholung jener Arten, die jahrhundertelang mit kommerzieller Bejagung zu kämpfen hatten.

Wir sind zwar auf die Schifffahrt angewiesen, aber wir sind auch auf Wale angewiesen. Neue Forschungen zeigen die entscheidende Rolle, die Wale im Ökosystem spielen. Über ihren Kot führen sie dem Phytoplankton Nährstoffe zu, welches einen Großteil des weltweiten Sauerstoffs produziert. Vom Phytoplankton sind zum einen Fische abhängig, zum anderen werden von ihm jedes Jahr hunderttausende Tonnen von Kohlenstoff gebunden, was zur Dämpfung des Klimawandels beigeträgt.

Wie können wir also diese widersprüchlichen Bedürfnisse ausgleichen – eine globale Wirtschaft, die von der Schifffahrt abhängig ist, und ein globales Ökosystem, das von Walen abhängig ist? Ein wichtiger Schritt wäre, die Geschwindigkeit von Schiffen zu reduzieren, denn sie ist ein wichtiger Faktor für die Emissionsrate, den Geräuschpegel und das Risiko von Kollisionen von Schiffen mit Walen.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Schiffe würde:

1. Emissionen verringern

Eine Geschwindigkeitsreduzierung von Schiffen um 30% im Zeitraum 2018-2030 würde den jährlichen Durchschnitt der CO2-Emissionen aus der Schifffahrt um 193 Millionen Tonnen senken, so die Analyse vom niederländischen Forschungsinstitut CE Delft. Das entspricht in etwa der Abschaltung von 48 Kohlekraftwerken.

2. Lärm um die Hälfte reduzieren

Unterwasserlärm der Schifffahrt erhöht Stress bei Walen, was sich auf ihre Fortpflanzungsfähigkeit auswirken und ihr Immunsystem beeinträchtigen kann. Die Forschung zeigt, dass Wale die Lautstärke ihrer Rufe erhöhen und so zusätzliche Energie verbrauchen, um trotz des Lärms vorbeifahrender Schiffe gehört zu werden. Eine Verringerung der Schiffsgeschwindigkeit um nur sechs Knoten (ca. 11 km/h) könnte die Geräuschintensität unter Wasser um die Hälfte reduzieren und so die Belastung von Walen und Delfinen verringern.

3. Das Leben von Walen retten – durch eine Verringerung des Risikos von tödlichen Kollisionen

Wale sind durch Kollisionen mit Schiffen gefährdet und die Erholung gefährdeter Arten wird durch diese Gefahr beeinträchtigt. Je schneller ein Schiff fährt, desto härter ist der Aufprall und desto wahrscheinlicher wird die Kollision für den Wal tödlich sein. Die saisonale Geschwindigkeitsbegrenzung in den Lebensräumen der Nordatlantischen Glattwale entlang der US-Ostküste senkte das Risiko tödlicher Kollisionen um 80-90%. Das Verlangsamen von Schiffen kann also buchstäblich Leben retten.

Bitte helfen Sie uns und teilen Sie das Facebook-Video, schreiben Sie einen Tweet – wir haben bis zum 26. Oktober Zeit, diese wichtige Entscheidung zu beeinflussen!

Über Regina Asmutis-silvia

Executive director - WDC North America