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EU beschließt Einwegplastik-Verbot

Das Verbot von Einwegplastik ist seit dem 19.12.2018 beschlossene Sache. Nachdem die EU-Kommission im Mai vorgeschlagen hatte, mehrere Produkte aus Einwegplastik zu verbieten, konnten sich nun Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten einigen. Mit dem Verbot sollen nicht nur 3,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, sondern auch die Meere geschützt werden. Dank dem Verbot soll weniger Plastikmüll in die Umwelt und die Weltmeere gelangen.

Als letzten Schritt müssen nun die Repräsentanten der einzelnen EU-Mitglieder den Beschluss offiziell absegnen. Danach geht er zur endgültigen Annahme zurück an den Rat und das EU Parlament. Bis die Änderungen in Kraft treten, wird es etwa zwei Jahre dauern. Für alle verbotenen Artikel gibt es bereits jetzt ökologischere Alternativen.

Folgende Produkte sollen in der EU verboten werden:

  • Plastik-Einweggeschirr (wie zum Beispiel Besteck oder Teller)
  • Plastik-Trinkhalme
  • Essensverpackungen aus Styropor, in denen zum Beispiele Lieferdienste warmgehaltene Gerichte liefern
  • Getränkebehälter aus Styropor
  • Produkte aus oxo-abbaubarem Kunststoff (der schneller in Mikroplastik zerfällt als regulärer Kunststoff)
  • Wattestäbchen mit Plastikstab

Die EU-Mitgliedsstaaten sollen außerdem Maßnahmen ergreifen, damit folgende Produkte deutlich seltener verkauft werden:

  • Essensverpackungen aus Plastik
  • Plastik-Becher für Getränke sowie Deckel und Verschlüsse (zum Beispiel bei Coffee To Go Bechern oder Flaschenverschlüsse aus Plastik)

PET Flaschen sollen in der EU ab dem Jahr 2025 zu mindestens 25% recycelt werden. Ab 2030 gilt sogar ein festgelegtes Ziel von 30%. Bestimmte Produkte wie Feuchttücher oder Zigaretten sollen einen Warnhinweis auf der Verpackung tragen, der Käufer über die Inhaltsstoffe informiert. Vielen Konsumentinnen ist womöglich nicht klar, dass Feuchttücher Plastik enthalten und man sie ausschließlich im Müll entsorgen darf. Wer Feuchttücher in der Natur zurücklässt statt sie in den Mülleimer zu werfen, verursacht massive Umweltschäden.

Auch Zigarettenfilter enthalten Plastik sowie zahlreiche Giftstoffe. Womöglich werden Tabakfirmen zukünftig zur Kasse gebeten: Sie sollen sich an den Kosten beteiligen, die durch weggeworfene Filter entstehen. Einerseits sind das Reinigungskosten, andererseits aber auch das Aufstellen von Mülleimern, in denen Kippen entsorgt werden können

WDC hatte mehrere Abgeordnete im Parlament angeschrieben und gebeten, sich für ein strenges Gesetz gegen Einwegplastik einzusetzen. Nun hofft WDC auf eine möglichst schnelle Umsetzung der neuen Verbote und begrüßt das Bestreben der EU, Einwegplastik einzudämmen.

Quelle

Über Michaela Harfst

Leitern Kommunikation - Bei WDC ist Michaela Harfst für den Kontakt mit Journalist*innen zuständig. Sie betreut außerdem die Website und Social Media Kanäle von WDC.