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Ein guter Vorsatz für das neue Jahr!

Es gibt den Spruch: „Ich habe gerade meine Liste mit Neujahrsvorsätzen von 2013 gefunden und siehe da, sie ist noch aktuell!“ Dieses Sprichwort trifft, so deprimierend wie es sein mag, auch auf mich zu. Mein Neujahrsvorsatz von 2013: Weniger Müll verursachen.

Mein Neujahrsvorsatz für 2019: Weniger Müll verursachen.

Denn blicken wir der Wahrheit ins Auge: Wir können noch so fleißig unsere Müllberge in grünen, gelben, und braunen Tonnen sammeln, das was mit dem Müll danach passiert, schadet unserer Umwelt.

Ein Beispiel? 2015 erzeugte Deutschland fast 6 Millionen Tonnen Plastikmüll. Davon wurden 1 Million Tonnen ins Ausland exportiert, 3,8 Millionen Tonnen verbrannt und nur 1,1 Millionen Tonnen in Deutschland recycelt. Ja, die Europäische Umweltagentur EEA listet Deutschland als Rekordhalter im Recycling, aber nur weil die thermische Verwertung – also die Verbrennung von Kunststoff in Kraftwerken – ebenfalls als Recycling gewertet wird.

Was mit den Giftstoffen in den Kraftwerksfiltern und der giftigen Schlacke passiert, die nach der Verbrennung von Kunststoff übrig bleibt,  davon haben die wenigsten von uns eine Vorstellung. Die giftigen Reste aus der Verbrennung werden mit Beton versetzt, in Säcke gefüllt und in unterirdischen Lagerstätten in Deutschland eingelagert. Ein Stückweit leben wir also auf unserem giftigen Müll. Zumindest auf dem Teil, den wir nicht ins Ausland verschifft haben, denn 2016 war Deutschland der viertgrößte Müllexporteur der Welt.

Mein Vorsatz für 2019 lautet daher: weniger Einwegplastik konsumieren und verzichten. Nachdenken darüber ob ich ein Produkt in diesem Moment wirklich so dringend brauche oder ob ich den Müll vermeiden kann.

Über Ruth Schloegl

Leiterin Bildung - Als Bildungsreferentin kämpft Ruth Schlögl gemeinsam mit den jüngsten Umweltschützer*innen für den Schutz von Walen und Delfinen.