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Grindwal-Massenstrandung auf Island

Gestrandeter Grindwal

Auf der Halbinsel Snæfellsnes nördlich von Reykjavik haben Tourist*innen etwa 50 gestrandete Grindwale entdeckt. Bei einem Hubschrauberflug wurden die Wale bemerkt und anschließend die Polizei informiert. Leider kam die Hilfe zu spät: sie waren bereits tot.

Róbert Arnar Stefánsson vom Naturhistorischen Institut Westislands gab an, dass in den letzten Jahren bereits häufiger Wale in dieser Region gestrandet seien. Grindwale sind weltweit für Massenstrandungen bekannt. Im März 2018 strandeten beispielsweise 150 Kurzflossen-Grindwale an der Westküste Australiens.

„Es kommen eine ganze Reihe Ursachen für solche Massenstrandungen infrage, die nicht selten auch zusammenhängen: Z.B. die Schwächung oder Krankheit von Leittieren der sozialen Verbände, ggf. verursacht durch hohe Belastungen mit Umweltgiften, Unterwasserlärm der zur Desorientierung führen kann, oder aber Anomalien in Wassertemperatur oder -strömungen. “ sagt Fabian Ritter, Meeresschutzexperte bei WDC. „Was im Einzelnen die Strandung ausgelöst hat, kann oft nicht ermittelt werden.“

Massenstrandungen sind jedoch typisch für Grindwale, die einem Leittier folgen. Ihre Gruppen sind durch enge soziale Bindungen organisiert. Wenn ein Leittier eine Orientierungsschwäche hat, strandet nicht selten die gesamte Gruppe.

Weiterlesen: Warum können gestrandete Wale nur selten gerettet werden und wie kann man Strandungen verhindert?

Über Michaela Harfst

Leiterin Kommunikation - Bei WDC ist Michaela Harfst für den Kontakt mit Journalist*innen zuständig. Sie betreut außerdem die Website und Social Media Kanäle von WDC.

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