Zum Inhalt springen
Ein männlicher Orca vor Island. (C) Ulla Christina Ludewig

World Orca Day: besondere Begegnungen

Ein männlicher Orca vor Island. (C) Ulla Christina Ludewig Die Sichtungen von Orcas sind so...
whaling_iceland

Aktionärsstreit könnte isländisches Walfang-Unternehmen zu Fall bringen

Das Unternehmen Hvalur hf., welches für den Finnwalfang in Island verantwortlich ist, wird von drei...
short_beaked_common_dolphin_wdc

Darwin-Initiative unterstützt Wal- und Delfinschutzarbeit in Senegal

WDC hat durch die Darwin-Initiative finanzielle Unterstützung für Partnerschaftsprojekte zum Schutz von Walen und Delfinen...

EU-Rechtsverfahren gegen Frankreich, Spanien und Schweden: Für WDC ein großer Schritt im Kampf gegen Beifang

Gestrandeter Schweinswal mit deutlichen Netzmarken, die verraten, dass das Tier in einem Fischernetz ums Leben...

Kanarische Inseln zum Hope Spot erklärt

fleckendelfine-la-gomera

Während der Weltklimakonferenz in Madrid wurden die Gewässer zwischen Teneriffa und La Gomera als sogenannter Hope Spot ausgerufen. WDC hofft, dass dies einen positiven Effekt auf die Bemühungen hat, die Gewässer um die Inseln wirksam zu schützen.

“Mission Blue”, die im Jahr 2009 von der weltweit bekannten Meeresbiologin Sylvia Earle gegründete Organisation, hat die Region nun offiziell als Hope Spot deklariert. Das Konzept der Hope Spots dient dazu, besonders wichtige Meeresgebiete bekannter zu machen und besser zu schützen.

Um die Kanarischen Inseln wurden bisher 30 der rund 90 bekannten Wal- und Delfinarten gesichtet, somit sind die Kanaren eine der besten Regionen für die Wal- und Delfinbeobachtung weltweit. Doch diese außergewöhnliche Artenvielfalt ist bedroht: Umweltverschmutzung, Plastikmüll, Verbauung der Küste und Kollisionen von Schnellfähren mit Walen machen den Tieren das Leben schwer. Auch der Klimawandel mit steigenden Meerestemperaturen hat bereits auf den Kanaren Einzug gehalten.

„Es gibt nur wenige Orte auf der Erde, wo so viele Delfin- und Walarten beobachtet werden können. Es handelt sich um einen großen Naturschatz, den es zu bewahren gilt. Ideal wäre, den gesamten Archipel unter Schutz zu stellen“, so Fabian Ritter, WDC-Meeresbiologe und Mitbegründer des Berliner Vereins M.E.E.R., der seit über 20 Jahren die Artenvielfalt vor La Gomera erforscht.

Derzeit sind nur acht Prozent der spanischen Gewässer als Meeresschutzgebiete ausgewiesen, wobei die Zahl bald auf zwölf Prozent steigen soll. Zwar gibt es bereits zahlreiche kleine Gebiete in den kanarischen Gewässern, doch WDC, Mission Blue und M.E.E.R. hoffen, dass im Rahmen der Ausweisung als Hope Spot effektive Schutzmaßnahmen in den kanarischen Gewässern ergriffen werden. Dazu gehört beispielsweise auch ein Tempolimit für Schiffe, um Kollisionen mit Walen zu vermeiden oder die strenge Regulierung des Walbeobachtungstourismus.

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat als Ziel ausgerufen, dass bis zum Jahr 2030 weltweit 30% der Ozeane zu Schutzgebieten erklärt werden sollen. WDC begrüßt dieses Ziel und fordert eine rasche Umsetzung. „Von großer Bedeutung ist dabei, dass wirksame Maßnahmen umgesetzt werden und der Einfluss des Menschen minimiert wird. Das kanarische und das spanische Umweltministerium haben zuletzt Schritte in die richtige Richtung gemacht. Wir hoffen, dass die Ausweisung als Hope Spot diese Bemühungen weiter unterstützt“, so Ritter weiter.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Michaela Harfst

Leiterin Kommunikation - Bei WDC ist Michaela Harfst für den Kontakt mit Journalist*innen zuständig. Sie betreut außerdem die Website und Social Media Kanäle von WDC.

Hinterlassen Sie einen Kommentar