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Trotz Protest: Marineland-Belugas wurden von Kanada in die USA transportiert

Ein Beluga beim Transport in die USA (C) Mystic Aquarium
Ein Beluga beim Transport in die USA (C) Mystic Aquarium

Ende 2019 erfuhren WDC und Partner-NGOs von einer Anfrage des Mystic Aquariums in Conneticut (USA), fünf Belugas aus dem Marineland in Kanada importieren zu dürfen. Sie sollen Teil eines Forschungsprogramms des Mystic Aquariums werden. Das Marineland ist eines von zwei kanadischen Einrichtungen, die noch Wale und Delfine in Gefangenschaft halten.

Obwohl im Marineland schlechte Haltungsbedingungen sowie Platzmangel herrschen und WDC zusammen mit Partner-Organisationen wiederholt Bedenken über das Wohlergehen der dort gehaltenen Meeressäuger geäußert haben, haben wir uns gegen den Antrag ausgesprochen.

Jeder Transport von in Gefangenschaft gehaltenen Walen und Delfinen birgt das Risiko, weitere Wildfänge und den Handel auf der ganzen Welt zu fördern und den Kreislauf der Gefangenschaft fortzusetzen. Darüber hinaus werden die Tiere beim Transport enormem Stress ausgesetzt.

Trotz der von WDC und anderen Akteur*innen geäußerten Bedenken sind die Belugas nun in Connecticut gelandet – ohne öffentliche Benachrichtigung oder Ankündigung des Mystic Aquariums oder Marineland. Die Verlegung der Belugas wurde erst bekannt, als sie gerade für den Transport vorbereitet wurden.

WDC forderte die Bundesregierungen der USA und Kanadas dazu auf, die Genehmigungsanträge abzulehnen. Dennoch genehmigte die US-Regierung schließlich den Transfer, fügte jedoch Auflagen hinzu, um die Zucht und den Einsatz dieser Belugas in öffentlichen Shows zu verhindern.

In Kanada wurde 2019 ein Gesetz verabschiedet, das die Wal- und Delfinhaltung in Kanada verbietet und strenge Beschränkungen für Importe und Exporte vorsieht. Von der kanadischen Regierung wurden keine Informationen über die Genehmigung zum aktuellen Fall oder den Transfer öffentlich zugänglich gemacht. Ob die kanadische Exportgenehmigung die gleichen Anforderungen wie die der USA enthält, ist daher noch unklar.

"WDC ist immer noch der Meinung, dass statt des Forschungsprogramms ein Refugium die bessere Lösung für die Belugas wäre, aber wir sind dankbar, dass die US-Regierung zumindest einige unserer Bedenken aufgegriffen hat", sagt Colleen Weiler, WDC-Fellow der Jessica Rekos Stiftung. "Dennoch sind wir über die fehlende Transparenz der kanadischen Regierung verärgert und besorgt, dass wir es hier mit einem potenziellen Präzedenzfall für jeden zukünftigen Export von Walen aus Kanada zu tun haben könnten."

Wir sind froh, dass die Belugas Berichten zufolge ohne Zwischenfälle angekommen sind. Und wir hoffen, dass sie so wenig Stress wie möglich haben, während sie sich an ihre neue Umgebung gewöhnen.

WDC wird den Fall weiterhin verfolgen, um sicherzustellen, dass das Mystic Aquarium die Genehmigungsauflagen einhält und dass die Belugas nicht dazu missbraucht werden, den Kreislauf der Gefangenschaftshaltung in den USA weiterzuführen. Wir werden auch weiterhin mit unseren Kolleg*innen in Kanada zusammenarbeiten, um auf mehr Transparenz und öffentliche Benachrichtigung über den Verbleib der Wale und Delfine zu drängen, die in Kanada noch in Gefangenschaft gehalten werden.

 

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Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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